Zeitschriften/Magazine (Print und Online)

Aus für den ‚film-dienst‘

Das war es dann wohl. Nach 25 Jahren Abo werde ich den film-dienst nächstes Jahr nicht mehr alle zwei Wochen im Briefkasten finden. Nein, ich entziehe meine Liebe nicht, die Zeitschrift wird eingestellt. Trotz zuviel bunt, überhand nehmender Portraits nicht so wichtiger Filmschaffender (Schauspieler) und mir persönlich zu viel Linksdrall die letzten Jahre (da hat man sich der epd angepasst), fühlte ich mich nach wie vor gut informiert alle zwei Wochen. Und werde diese Institution deshalb sehr vermissen.

Immerhin bleibt die Online-Datenbank, eine der vermutlich besten der Welt. Dafür würde ich sogar weiter zahlen.

http://mobil.ksta.de/kultur/fachzeitschrift-rettung-des–filmdienstes–ist-gescheitert—kritik-an-kirche-25220124?originalReferrer=https://www.google.de/

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Film, Buch und Musik

Vieles könnte ich seit dem letzten Blogeintrag erzählen, lange Rezensionen schreiben, aufwändig verlinken und Clips und Bilder einbinden..wir wissen schon, das wird aus Zeitgründen so einfach nicht passieren.

Machen wir das anders.

Keine fancy Bilder und Verlinkungen. Keine megalangen Reviews und Berichte zu jedem einzelnen Film, Buch oder Album. Machen wir einen gerafften Artikel mit teilweise nur Ein-Satz Erwähnungen; ich hoffe, interessierte Leserinnen und Leser können sich trotzdem heraus ziehen, was für sie wichtig ist.

Film

Gesehen habe ich die neue deutsche Blu Ray von „The Punisher (1989)“ mit Dolph Lundgren. So gut sah der noch nie aus und der altert hervorragend mit seinem kompromisslos hohen Body-Count, den wunderbar dynamisch und rhythmisch montierten Action-Szenen und einem Dolph Lundgren in Bestform. Gleichzeitig deckt die Blu-Ray aber auch die Schwächen des Films auf. Mangels Budget kann man von einer stringenten visuellen Gestaltung kaum sprechen und insbesondere das mangelnde Beleuchtungskonzept („Alles hell und zu sehen? Roll Camera!“) sieht gerade auf BD unschön aus. Sieht man den Film erneut, ist die ungeschnittene FSK 16-Freigabe durchaus verständlich. Trotz hohem Bodycount und viel Filmblut ist der tatsächlich doch harmloser, als man ihn in Erinnerung hatte. Nichtsdestotrotz: Sehr schönes Wiedersehen!

Hochamt für Horror-Fans: Fede Alvarez aus Uruguay hat einen Run: Schon sein „Evil Dead“-Remake war in seiner kompromisslosen Härte und einem enormen Tempo ein Highlight, nun hat er einen Home Invasion-Thriller inszeniert, der exzellente Kritiken bekam und so stark in den US-Kinos abräumte, dass er zwei Wochen die Nr.1-Position verteidigen konnte, das schafft fast kein Horror-Film. „ Don’t Breathe“ schon. Ich bin sehr gespannt darauf.

Ansonsten plane ich demnächst eine Howard Hawks-Filmreihe, sowie eine Reihe mit deutschen Abenteuerfilmen mit einem Schwerpunkt auf den drei Zweiteilern um das „Indische Grabmal“, also die Verfilmungen von 1920, 1938 und 1957/58. Sowie einige andere Abenteuer-Filme, darunter zwei Karl May-Verfilmungen aus den 50ern- entstanden also zeitlich noch vor der Rialto-Reihe mit Pierre Briece & co..

Buch

Gelesen habe ich die Novelle „The Ballad of Ballard and Sandrine“, eine erotisch aufgeladene Afrika-Phantasie von Peter Straub, der für mich gegen Ende die Luft ausging. Habe ich das Ende kapiert? Ich weiß es nicht. Ebenfalls nicht völlig überzeugen konnte mich die bei Tor.com veröffentlichte Kurzgeschichte „The Weight of Memories“ von Liu Cixin, die sich um genetisch vererbte Fähigkeiten dreht und ein bitteres Ende aufweist. Nun lese ich gerade ebenfalls von Tor.com „A Dead Djinn in Cairo“ von P. Djeli Clark, eine Ermittler-Story um, na, siehe Titel.

Ich bin ja mitten drin in einer Edgar Wallace-Komplettlesereihe (14 down, noch ca. 165 to go) und lese gerade mit großem Vergnügen „Private Selby“ aus dem Jahr 1912, eine Proto-Alternative History um eine Invasion Englands durch eine mitteleuropäische Herrscherin – mit Luftschiffangriff auf London und was man noch so braucht. Sehr nett. Etwas ins Stocken geraten bin ich mit meiner Shakespeare-Reihe und hänge im Moment mitten in „Richard III“ – da fehlt mir leider häufig doch die Muße um mich darauf hochkonzentriert einlassen zu können.

Gut voran komme ich dafür mit zwei Kolportage-Romanen, nach wie vor mit dem „Waldröschen (1882-1884)“ von Karl May, das ich schon mehrfach erwähnt habe, sowie mit „Detektiv Nobody (1904/1905)“ von Robert Kraft. Ich habe dieses Jahr den Kolportage-Roman so richtig für mich entdeckt und finde es ganz wunderbar, wie in dieser Textform die Handlung vor sich hin mäandert und mal hierhin und mal dorthin springt. Für Leser wie mich, die bei streng durchgeplotteten Romanen vor Langeweile vergehen, ist das eine Wohltat.

Für den Rest des Jahres plane ich noch zu lesen die Kurzgeschichtenbände von Ted Chiang und Ken Liu, sowie einen kleinen Karl May-Schwerpunkt mit der neu gestarteten Serie „Karl Mays magsicher Orient“ (Kara Ben Nemsi in einem Fantasy-Setting – ich kann es kaum abwarten) aus dem Karl May Verlag, sowie aus dem Blitz-Verlag die moderne Fortschreibung „Karl Mays Kara Ben Nemsi“ von G.G.Gradt. Mit viel Glück und Zeit komme ich ggf. noch im Herbst zu „Doktor Faustus“ von Thomas Mann und plane jetzt kurzfristig, den neuen Roman von Connie Willis namens „Crosstalk“ zu lesen. Eine romantische Komödie um eine Technologie, die den anderen seine eigenen Gefühle spüren lässt, wenn man das möchte. Romantische Komödien sind nun nicht unbedingt mein lesetechnisches Kerngebiet, dieser Autorin folge ich aber gerne überall hin, schon immer.

An der Comic-Front habe ich mit „Dark Night: A True Batman Story“ von Paul Dini begonnen und finde die Zeichnungen brillant, sowie die Idee so bedrückend wie genial: Erfolgreicher Batman-Zeichner verarbeitet mit einem autobiographischen Batman-Comic einen brutalen Überfall auf sich.

Im Bereich Manga habe ich mich mal an der Bestseller-Serie „Tokyo Ghoul“ von Sui Ishida versucht und musste mir eingestehen, dass das nichts für mich ist; klar, das ist eher für Teenies konzipiert, aber diese Ghoul-Story mit Vampir-Handlungsmechanismen konnte mich einfach nicht packen. Jetzt versuche ich mich an dem Sindbad-Manga „Magi: The Labyrinth of Magic“ von Shinobu Othaka.

Auf meinem Zeitschriftenstapel liegt noch die neue SOL, sowie diverse US-Storymagazine.

Musik

Fangen wir mit meiner einen großen Vorliebe Metal an.

Die neuen Langrillen „Decision Day“ von Sodom (geht gut nach vorne los) und „Rapid Foray“ von Running Wild (bei allem Geläster immer über diese Band – das neue Album kann was!) habe ich gerne gekauft und höre sie viel.

Ebenfalls eine Freude ist mal wieder die neue von Equlibrium namens „Armageddon“ mit vielen hymnischen Tracks, sowie die neue Tarja-Scheibe „Thy Shadow Self“. Letztere hat mich sogar sehr positiv überrascht, denn die vor einigen Wochen veröffentlichte Tarja-EP konnte mich nicht so überzeugen. Wenn wir schon bei Damen sind, ganz wunderbar sind zwei neue Scheiben von zwei Eine-Frau-Metal Bands, diese beiden Tipps kommen von mir wirklich von Herzen: Das neue Darkher-Album „Realms“, sowie das Live-Album „Mausoleum“ von Myrkur. Ganz tolle, berückende Scheiben.

 Nach der großartigen Vorab-Single „Downshifter“ freue ich mich sehr auf „Wanderer“, das neue Album von Heaven Shall Burn. Bis dahin halte ich mich mit den richtig guten Schweizer New Metal-Jungs von Breakdown of Sanitiy über Wasser, deren Album „Coexistence“ herrlich druckvoll ausgefallen ist.

Vor zwei Jahren war „Phobos Monolith“ von Mare Cognitum mein Album des Jahres. Dementsprechend gespannt war ich auf den dieses Wochenende veröffentlichten Nachfolger „Luminiferous Aether“. Tja, einige tolle Momente, muss ich mich vielleicht noch mehr einhören, ja, so formuliert man Zurückhaltung..

Für Freunde etwas „obskurerer“ Bands habe ich Revelation im Angebot. So heißen diverse Bands, ich meine ein weißrussisches Duo, das eine tollte Mischung aus Gothic und Doom spielt, garniert mit schwarmetallischem Dungeon Synth-Sound. Toll. Die nicht sehr produktiven Jungs haben in gut 17 Jahren bisher vier Alben rausgehauen, gibt es alle auf Bandcamp, das gerade wieder veröffentlichte, wirklich tolle Debüt heißt „Expulsion from Paradise“.

Ansonsten wolle ich noch sagen: Meine Metal-Single des Jahres ist und bleibt „Nores Sorte Himmel“ von Nordjevel vom selbstbetitelten Album.

Hip Hop

Herrlicher Old School 90er-Hip Hop mit Wu-Tang Clan Gästen, gefällt mir sehr: “Lost Scrolls” von Hermetic Order.  

Und aus Deutschland? Natürlich habe ich mir auch „Fanpost 2“ von Kollegah angehört und obwohl man als Fan natürlich dankbar ist für einen neuen, aufwändigen 18-Minuten-Brocken, bleibt die Frage natürlich schon: Tat das wirklich Not? In der Länge? Mit so viel Tiefkühlgemüse (und ich gehöre immerhin noch zu denen, die über Fler-Karottenwitze noch lachen können)? Man kann es sehen, wie man will, aber Fler hat von dem Track sogar profitiert: Der Hype um das Ding half sicher dabei, sein neues Album „Vibe“ von der Null auf die Eins zu katapultieren. Auch wenn das nicht unverdient ist, das Album ist ziemlich gut. Wie auch Kay Ones neues Album „Der Junge von Damals“, welches neben einigem Müll auch wieder einige technisch abenteuerlich gute Abrissbirnen enthält.

Ebenfalls ganz nett zu hören ist das brandneue „Zurück zur Straße“ von Alpa Gun. Nach einigem echten Vorspul-Material kommt das Album erst so ab der Hälfte in Fahrt – dann aber so richtig. Und besten Dank an Alpa Gun für einen Disss der 187-Straßenbande – der hysterische, unreflektierte Hype um die Kerle ist mir einfach ein Rätsel. Mir gehen deren raue Hafenstraßen-Stimmen eher auf den Sack.
 
Vermischtes 

Hier noch ein paar Tips, die oben nicht reinpassen. Ich habe eine Schwäche für Dark Ambient mit langen, unheimlichen Klangflächen. Toll in dem Bereich sind Flowers for Bodysnatchers mit ihren Alben über den magischen japanischen Wald „Aokigahara“ und der Nachfolger „ Love Like Blood“, der den Tokyoter Untergrund musikalisch erkundet. Großes Tennis! 

Beauty of Gemina machen auf „Minor Sun“ klassischen Gothic Rock/Pop, einige der Stücke gefallen mir sehr. So wie das neue Art-Rock Album von Russian Circles namens „Guidance“; einfach mal „Calla“ probieren. Toll!

Last but not least: Die romantischste Interview-Aussage, die ich je von einer Frau gehört habe, ist, dass sie abends im Wohnzimmer die Musik aus der „Ultima“-Serie (Rollenspiel auf dem C-64 aus der 80ern) spielt. Die Rede ist von Michelle Sternberger, die als ComputeHer Chiptune-Musik macht. Ihr neues Album „Bliptastic“ ist soundtechnisch deutlich aufwändiger produziert und enthält fast zu viel Wumms, einige Tracks sind aber sehr gelungen. Sternberger hat ihren Mann über diese Art Musik kennen gelernt, zusammen nennen sie sich „8 Bit Weapon“ – auch da ist ein neues Album mal fällig, bitte.

Soweit für heute. Demnächst dann vielleicht mal wieder geordneter mit mehr Links und Lametta und länger und so. Vielleicht aber auch nicht. Ich experimentiere lieber etwas mit der Form und blogge was, bevor ich das Blog nochmal wieder einmotten muss, weil ich nicht hinterher komme. Ihr könnt ja mal schreiben, ob Ihr mit solchen Sammelartikeln zurecht kommt und mit denen etwas anfängen könnt, wenn Ihr mögt.

Gelesen: Exodus #34

Exodus #34Exodus #34 by René Moreau
My rating: 4 of 5 stars

Durch das Konzept der Herausgeber, Grafiker und Autoren gleich viel Anerkennung zukommen zu lassen, ist auch diese Ausgabe von Exodus, die 34, haptisch ein Genuss. Jede Geschichte ist meist mehrfach illustriert, und es gibt noch sehr schöne Grafik-Strecken, die durch ordentliche Druckqualität auch entsprechend präsentiert werden.
Elf Geschichten werden diesmal geboten, davon sind vier lesenswert; andere sind leider eher amateurhaft und/oder basieren auf nicht zündenden Ideen. Selbst Raum für Skurrilitäten ist hier: Ein Autor illustriert seine fiktive Geschichte wohl mit Urlaubsfotos, ein anderer führt Altherrenwitze auf eine neue, schreckliche Stufe. Nun aber zu den Highlights der Ausgabe.
Wirklich lesenswert, in der Reihenfolge des Abdrucks: Dirk Alt kombiniert in „Die Stadt XY“ so gekonnt eine Kriegs- und Eroberungsgeschichte (Nanotechnik) mit einer Beziehungsgeschichte und Gothic Horror-Elementen, dass man sich den Namen des Autors mal merken muss; sehr eindrücklich, die Geschichte. Trotz vorhersehbarem Ende erzählt Jaqueline Montemurri in „humanoid experiment“ eine schöne Liebesgeschichte im All. Der bekannteste Autor der Ausgabe, Andreas Eschbach, wird den Erwartungen gerecht, die man an seinen Namen knüpft: Seine Geschichte „Acapulco! Acapulco!“ erzählt dermaßen geschickt und fesselnd von einer dekadenten Party-Gesellschaft der Zukunft, die von Robotern bedient wird, dass man der Auflösung des Geheimnisses, das dahintersteckt, richtiggehend entgegen fiebert. Toll, wie er durch kleine Hinweise die Geschichte gleich am Anfang in eine gewisse Richtung lenkt, am Ende ist man so angetan, dass man die doch recht konventionelle Auflösung gerne nachsieht. „Feenland“ von Frank Haubold ist, wie bei dem Autor zu erwarten, sehr gut geschrieben und erzählt, die Geschichte verkrampft sich aber etwas in ihrer bärbeißigen Grimmigkeit, die die Story sowohl vorhersehbar macht, als ihr auch leider einen kleinen Hauch des Funktionalen zum Transport der Botschaft verleiht; lesenswert und beachtlich ist sie aber.
Tolle Grafiken und vier lesens- bis sehr lesenswerte (Alt, Eschbach) Geschichten, Exodus #34 ist sein Geld und die investierte Zeit mehr als wert.

Hier bekommt man das Heft:
http://www.exodusmagazin.de/

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Podcasts zu Kurzgeschichten im Auto hören

Da ich beruflich (privat auch nicht) nicht viel herum fahren muss, komme ich nur recht wenig zum hören von Podcasts, Hörbüchern und Hörspielen. Zu Hause kann ich ja auch gleich zu einem Buch greifen. Heute war es aber mal wieder so weit, dass ich etwas herum fahren musste und dafür hatte ich mir zwei Kurzgeschichten aus der neuen Clarkesworld runtergeladen. Geschichten, die ich eigentlich schon überblättert hatte diesen Monat, wegen positiver Kritiken waren diese aber wieder in meine Focus geraten. Die Clarkesworld bietet diese Podcasts allen Ernstes umsonst an.

So habe ich heute z.B. die Story „First Light at Mistaken Point“ von Kali Wallace gehört:
http://clarkesworldmagazine.com/audio_08_16/

Gelesen werden diese Podcasts von einer Dame namens Kate Baker, die eine ganz wunderbare, empathische Stimme hat, der man sehr gut zuhören kann und die am Anfang der Geschichte einen nett begrüßt, aus dem Editorial der Zeitschrift vorliest und am Ende die Geschichte für sich und uns nochmal zusammenfasst -deshalb Podcast und nicht Hörbuch. Ganz wunderbar. Ich bin ja schon Kindle-Abonnent der Clarkesworld, wegen der wunderbaren Podcasts bin ich aber ernsthaft am überlegen, auf der Seite mal den Donate-Paypal-Button zu betätigen.

Die Stimme und die Vortragsart von Kate Baker hatten mich so berückt, dass ich nach der Dame mich mal umgesehen habe und siehe da, sie hat eine Website:

Narrator, Geek, Gamer, Writer, Warrior Princess Katers

Auf der Website gibt sie auch gleich ihre Vorlese-Tarife an. Recht so, denn man merkt, dass sie ein Profi ist, und solche Leistungen sollen ruhig was kosten – auch wenn die Clarkesworld das dann umsonst anbietet. Nur um Leser (her)anzuziehen, die dann das Magazin auch unterstützen. Nur knapp 7 von 100 Lesern tun das. Also, bitte Leute. Abonnieren (kostet nicht viel)!

Zu den Geschichten?
„First Light at Mistaken Point“ von Kali Wallace handelt von einer NASA-Mitarbeiterin, die auf der Beerdigung ihrer Mutter Signale einer verschollenen Expedition aus dem All erhält und merkt, dass sie weder Familie noch Job gerecht geworden ist. Ganz tolle melancholische Story mit aufmerksamen Zwischentönen und sehr schönen Beobachtungen und Einsichten. Hat mir so gut gefallen, dass ich mir den Namen Kali Wallace mal merken muss.

Dann habe ich noch gehört „Teenagers from Outer Space“ von Daile Bailey. Eine typische Coming of Age-Geschichte aus den USA des Jahres 1955 (mit Chuck Berry, Haartollen etc.) – nur mit dem Twist, dass gutartige Aliens auf der Erde gelandet sind, ihre Kids zur Highschool schicken und ihre Häuser renovieren. Durch dieses Alien-Element bekommt die Story eine angenehm schräge Perspektive, leider aber ist das Ende zu vorhersehbar und schwach, und die Aliens als reine Metapher für Fremdheit und Angst davor zu lahm, als dass diese durchaus unterhaltsame Story voll überzeugen könnte.

So. Wo waren wir? Ach ja:

Meine Begeisterung für die Clarkesworld mal wieder teilen. Erledigt. Erwähnte ich es schon? Abonnieren! Kaufen! Lesen!

Die Autorin Kali Wallace mal im Auge behalten.

Weitere Podcasts der wunderbaren Kate Baker in Zukunft mal aufs Handy laden.

Solche Podcasts sind bei Autofahrten eine ganz wunderbare Sache, auch wenn man sich zugegeben schon darauf konzentrieren muss.

Neue Zeitschriften

soll definitiv eine feste Rubrik hier werden. Ständig weise ich auf Facebook und in den Foren auf US-Genre Zeitschriften hin, statt auch mal unsere Szene vor Ort hier zu unterstützen. Das liegt auch daran, weil deutsche Fans leider häufig, seufz, überalterte technikphobe Waldschrate sind, die an Druckmedien hängen geblieben (hängen geblieben im doppelten Sinne) sind und EBooks häufig standhaft ignorieren. Schade. Nun gut, habe ich halt mal zwei Hefte bestellt. Links das wirklich sehr edel aufgemachte Story-Magazin Exodus. Die Nr. 34, die 35 ist schon angekündigt. Rechts das Rhodan-Fachmagazin „Sol“, das es schon sehr lange gibt. 

In der SOL finden sich auch Retro-Heftbesprechungen. Darunter von dem Rhodan-Heft „Seuchenherd Aralon“, die Nr. 45, die ursprünglich mal 1962 erschien. Mit dem Heft verbindet mich eine lebhafte Kindheitserinnerung: Als ich mit Mama mal wieder in den Supermarkt mit musste (wer musste das nicht), fiel mir bei den Zeitschriften die 5. Auflage dieses Heftromans in die Hand, das war, Moment, ich sehe mal nach, das muss so 1983 gewesen sein, als ich elf Jahre alt war. Hach. Das Cover faszinierte mich sehr, und auch der Teaser. Weiß trotzdem nicht, warum ich mir ausgerechnet das gemerkt habe.

Genre-Magazine verdienen Unterstützung, also, kaufen, Leute! Hier:

http://www.exodusmagazin.de
http://www.prfz.de/shop-sol-magazin.html

Hier zu Seuchenherd Aralon in der Perrypedia:

http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Seuchenherd_Aralon