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Podcasts zu Kurzgeschichten im Auto hören

Da ich beruflich (privat auch nicht) nicht viel herum fahren muss, komme ich nur recht wenig zum hören von Podcasts, Hörbüchern und Hörspielen. Zu Hause kann ich ja auch gleich zu einem Buch greifen. Heute war es aber mal wieder so weit, dass ich etwas herum fahren musste und dafür hatte ich mir zwei Kurzgeschichten aus der neuen Clarkesworld runtergeladen. Geschichten, die ich eigentlich schon überblättert hatte diesen Monat, wegen positiver Kritiken waren diese aber wieder in meine Focus geraten. Die Clarkesworld bietet diese Podcasts allen Ernstes umsonst an.

So habe ich heute z.B. die Story „First Light at Mistaken Point“ von Kali Wallace gehört:
http://clarkesworldmagazine.com/audio_08_16/

Gelesen werden diese Podcasts von einer Dame namens Kate Baker, die eine ganz wunderbare, empathische Stimme hat, der man sehr gut zuhören kann und die am Anfang der Geschichte einen nett begrüßt, aus dem Editorial der Zeitschrift vorliest und am Ende die Geschichte für sich und uns nochmal zusammenfasst -deshalb Podcast und nicht Hörbuch. Ganz wunderbar. Ich bin ja schon Kindle-Abonnent der Clarkesworld, wegen der wunderbaren Podcasts bin ich aber ernsthaft am überlegen, auf der Seite mal den Donate-Paypal-Button zu betätigen.

Die Stimme und die Vortragsart von Kate Baker hatten mich so berückt, dass ich nach der Dame mich mal umgesehen habe und siehe da, sie hat eine Website:

Narrator, Geek, Gamer, Writer, Warrior Princess Katers

Auf der Website gibt sie auch gleich ihre Vorlese-Tarife an. Recht so, denn man merkt, dass sie ein Profi ist, und solche Leistungen sollen ruhig was kosten – auch wenn die Clarkesworld das dann umsonst anbietet. Nur um Leser (her)anzuziehen, die dann das Magazin auch unterstützen. Nur knapp 7 von 100 Lesern tun das. Also, bitte Leute. Abonnieren (kostet nicht viel)!

Zu den Geschichten?
„First Light at Mistaken Point“ von Kali Wallace handelt von einer NASA-Mitarbeiterin, die auf der Beerdigung ihrer Mutter Signale einer verschollenen Expedition aus dem All erhält und merkt, dass sie weder Familie noch Job gerecht geworden ist. Ganz tolle melancholische Story mit aufmerksamen Zwischentönen und sehr schönen Beobachtungen und Einsichten. Hat mir so gut gefallen, dass ich mir den Namen Kali Wallace mal merken muss.

Dann habe ich noch gehört „Teenagers from Outer Space“ von Daile Bailey. Eine typische Coming of Age-Geschichte aus den USA des Jahres 1955 (mit Chuck Berry, Haartollen etc.) – nur mit dem Twist, dass gutartige Aliens auf der Erde gelandet sind, ihre Kids zur Highschool schicken und ihre Häuser renovieren. Durch dieses Alien-Element bekommt die Story eine angenehm schräge Perspektive, leider aber ist das Ende zu vorhersehbar und schwach, und die Aliens als reine Metapher für Fremdheit und Angst davor zu lahm, als dass diese durchaus unterhaltsame Story voll überzeugen könnte.

So. Wo waren wir? Ach ja:

Meine Begeisterung für die Clarkesworld mal wieder teilen. Erledigt. Erwähnte ich es schon? Abonnieren! Kaufen! Lesen!

Die Autorin Kali Wallace mal im Auge behalten.

Weitere Podcasts der wunderbaren Kate Baker in Zukunft mal aufs Handy laden.

Solche Podcasts sind bei Autofahrten eine ganz wunderbare Sache, auch wenn man sich zugegeben schon darauf konzentrieren muss.