Film: Boxoffice

Star Trek Beyond, oder die Welt ist ungerecht

Am Wochenende waren Schlagzeilen zu lesen, die Justin Lins „Star Trek Beyond“ offiziell als Flop erkoren. Da in der Tat der Film zuschauermäßig langsam zur Landung ansetzt kann man jetzt ein Fazit ziehen und das sieht in der Tat nicht so rosig aus. Der dritte Film mit der neuen/alten Crew bleibt ganz erheblich unter den Ergebnissen der beiden Abrams-Film zurück.

Was daran wirklich deprimierend ist, ist ein Blick auf die inflationsbereinigten Zahlen:
http://www.boxofficemojo.com/franchises/chart/?id=startrek.htm
(etwas runterscrollen zur zweiten Tabelle)
Da sieht man, dass der Film sich selbst insgesamt eher weiter unten einreiht.

Was mögen die Gründe sein? Ein Sequel-müdes Publikum, vor allem in den USA? Glaube ich nicht dran. Die Qualität des Films? Definitiv nicht, denn dieser war sehr schön ausgefallen und eine klare Steigerung gegenüber dem Vorgänger.

Damit bleibt eigentlich nur ein vernünftiger Grund: Der Reiz des Neuen dieser Crew muss weg sein und das Publikum reduziert sich jetzt langsam aber sicher auf das Trek-Stammpublikum. Der Rückgang zwischen dem ersten und zweiten Film wurde sicherlich auch durch die Star Power von Benedict Cumberbatch als Hauptbösewicht aufgefangen, da hatte Star Trek Beyond nur einen unter tonnenweise Maske versteckten Idris Elba zu bieten.

Man muss es leider so hart sagen: Dieser sehr teure Film (Filmbudget um die 180 Millionen Dollar, plus sicherlich weitere 100 Millionen für Marketing) wird vermutich nicht mal die Gewinnzone erreichen, das ist schon unschön und vor allem: Nicht verdient.

Immerhin kann man diesen Artikel mit gleich zwei guten Nachrichten abschließen: Der vierte Film mit der neuen Crew hat bereits grünes Licht (das wohl auch nicht, wie beim „Terminator“ letztes Jahr, wieder einkassiert wird..) und die Einspielzahlen von Beyond werden sicherlich beim nächsten Film für eine Budget-Reduzierung sorgen.
Was ist daran gut?!
Nun, der Verfasser dieser Zeilen zählt sicherlich nicht zu den etwas wunderlichen und seltsamen Trek-Altfans, die gerade bei Abrams‘ Reboots massiv über zu viel Action und Bummbumm räsonniert hatten und gerne wieder die sehr gemütlichen alten Filme zurück haben möchten. Nein, das nicht.
Aber der Bombast von ..into Darkness und ..Beyond ging mitunter dermaßen auf den Geist, dass es gut ist, wenn ein Regisseur gar nicht mehr in die Versuchung kommt, bei einem Star Trek Film neue Weltuntergänge abzufeiern.

Also: Star Trek Beyond war ein guter Star Trek-Film.

Freuen wir uns auf den nächsten.