Alben: Pop

Neue Alben, neue Musik

Etwas ungeordnet, was ich am Wochenende an neuen Alben mir zu Gemüte geführt habe:

Myrkur, ein One-Woman-Black Metal Projekt aus Dänemark, haben ein kurzes Live-Album namens „Mausoleum“ veröffentlicht. Myrkur (dahinter steckt die Dänin Amalie Bruun) ist zu gut und schön um wahr zu sein. Ein Traum. Diese Stimme! Muss ich noch kaufen, das Album. Gehört, begeistert. Diese Stimme kann einen in Trance versetzen.

Die inzwischen umstrittenen Faun haben ein neues Album rausgehauen namens „Midgard“ (für eine Band mit solcher Musik kein irrsinnig origineller Name).
Manches auf dem Album klingt zum fremdschämen peinlich, wie die Parodie einer drittklassigen Mittelaltermarkt-Band, aufgrund mancher Nuggets höre ich aber jedes Faun-Album durch. Und tatsächlich sind wieder zwei Highlights drauf. „Odin“ ist ziemlich gut und ein richtiges Highlight ist der Track „Nacht des Nordens“. Die Gesangsparts sind nach 1-2 Minuten vorbei, und dann groovt sich der Track noch bis 5:36 in einen hypnotischen Rhythmus ein – selbst als guter Christ muss ich sagen, zu „Nacht des Nordens“ in Dauerschleife würde ich gerne mal bei einer Sonnenwend-Feier die ganze Nacht um ein Feuer herumtanzen.  Der Track wird bei mir in den nächsten Wochen häufig laufen. Sehr häufig.

Wenn wir gerade bei hypnotischem Folk sind: Die Norweger von Wardruna haben einen neuen Track namens „Odal“ am Start. Auch wunderbar hypnotisch.

Zwar eigentlich eher zweite Liga, trotzdem freu ich mich auf jedes neue Winterstorm-Album, denn zumindest ein Track auf den Alben ist immer ganz netter Mitgröhl-Power Metal. Auf meinem Crosstrainer ist z.B. „The Stormsons“ vom Album „Kings will Fall“ ein richtiger Klassiker, darauf treten sich die Pedale nochmal so gut und ich kann schön laut den grandiosen Refrain mitsingen. Das letzte Winterstorm-Album war Totalausfall und auch auf dem neuen namens „Cube of Infinity“  finden sich nur wenig schön komponierte Tracks, eigentlich nur „Effects of Being“ taugt ein wenig was, ist aber auch arg offensichtlich auf Mitgehen und Mitgrölen hin gezirkelt.

Ansonsten? Die US-Thrasher von Skeletonwitch haben eine neue EP rausgehauen („The Apothic Gloom“), der Track „Well of Despair“ gefällt mir davon ganz gut.

Immer noch läuft „Der Holland Job“ von Xatar und Haftbefehl (als „Coup“) bei mir in Dauer-Rotation, vor allem der Track „Alles Kebap“. Am Wochenende habe ich mir jetzt auch mal den Disstrack von KC Rebell gegen Xatar (heißt „Dizz Da“) angehört. Und gestaunt: Das ist kein Promo-Diss, KC Rebell schießt wirklich aus allen Rohren, auch unter die Gürtellinie. Hui. Das gibt noch Stress. Eigentlich bin ich für diesen Beef-Quatsch ja zu alt und habe auch keine Zeit dafür, manchmal entstehen so aber tolle Songs (wie bei Bushido vs. Kay One vor zwei Jahren..).

Ferner immer noch gerne gehört:“ Colossus of the Seas“ von Kambrium, sowie das herrlich wie ein Dungeon Synth-Stück beginnende Opus „Når Byane Brenn“ von Vreid, und, aus dem Suicide Squad Soundtrack „Heathens“ von den Twenty-One Pilots. Watch it!

Sorry, dass ich aus Zeit- und technischen Gründen solche Postings nicht mit Youtube oder Spotify-Verlinkungen zukleistere und bei Bedarf höflich darum bitte, doch ruhig einfach selbst mal auf Entdeckungsreise zu gehen…

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Gehört: Man on the Rocks / Mike Oldfield

Pop/AC, 11 Tracks, 2014

Nach dem letztjährigen Experiment mit Technoversionen seines Instrumental-Klassikers („Tubular Beats“) kehrt Mike Oldfield jetzt zu seinem zweiten großen Standbein, vor allem in den 80ern zurück: Dem Radiopop. Das ist nicht immer ganz schmerzfrei, vor allem sind einige Texteinfälle und Reime ziemlich schwach, Tracks wie „Sailing“ und „Chariots“ aber zumindest ganz nett.

Punkte: 5/10

Hier auf Spotify: Mike Oldfield – Man On The Rocks (Deluxe Edition)

Hier auf Amazon MP3: http://www.amazon.de/Man-Rocks-Mike-Oldfield/dp/B00IJ4XQJ6/oliblog-21