Gelesen: Death Note

(デスノート, Desu Nōto)
12teliger Managa von Tsugumi Oba (Text) und Takeshi Obata (Zeichner)

Gestern Abend den 12. und letzten Band des Mangas „Death Note“ ausgelesen und begeistert festgestellt: Das alles kann man kaum besser machen; ich verneige mich und ziehe die Höchstnote. Schon die Prämisse ist unfassbar gut: Light Yagami, Jurastudent, findet Heft aus der Totenwelt, in welches er nur einen Namen eintragen muss, dann stirbt der Namensträger (wie das genau geht, dafür gibt es ein hochkomplexes Regelwerk). Mit überdurchschnittlicher Intelligenz und Skrupellosigkeit ausgestattet, schreibt dieser Student dieses Heft schnell voll mit allen Menschen, die in seinen Augen nicht mehr verdienen zu leben, nennt sich Kira und beginnt damit, die ganze Welt zu verändern. Die von Tsugumi Oba erdachte und geschriebene Handlung konzentriert sich im wesentlichen auf ein in Umfang, Komplexität und Einfallsreichtum so nicht gekanntes kriminalistisches Katz- und Mausspiel zwischen den von einem „L“ geleiteten Ermittlern und Kira. Obwohl ein Shōnen-Manga, kommen hier die Action-Boys, die gerne schnell umblättern, nicht auf ihre Kosten. „Death Note“ ist geprägt von exzessivem Einsatz des Stilmittels innerer Monolog mit sehr viel Text, was für die taktischen Überlegungen in dem Katz- und Mausspiel wichtig ist, aber auch reichlich Raum für philosophische Erwägungen um Schuld und Sühne, Moral und Allmachtsphantasien lässt. Hinzu kommen exzellent konturierte Figuren und ein teilweise begnadetes Ausnutzen des spezifischen Erzählrhythmus‘ dieses Mediums durch den Zeichner Takeshi Obata, machen Passagen sind da so großartig gelungen, dass ich sie zig mal gelesen habe. Kann wirklich gut sein, dass ich diesen Manga in Gänze noch mal lese. Kein Wunder, dass sich ein riesiger Erfolg einstelle, der ein ganzes Franchise-Universum nach sich zog: In den letzten zehn Jahren entstanden in Japan drei Realfilme, eine 37teilige Anime-Serie, Spin Ofs in Form von zwei OVAs und zwei Light Novels und viel Merchandisekram. Aufgrund des anhaltenden Erfolges entstand ganz aktuell letztes Jahr in Japan eine Neuerzählung in Form einer TV-Serie, und ein Hollywood-Remake ist auch in Planung. Würde ich in so ein Heft reinschreiben wollen? Namen wüsste ich schon so einige. Ich hätte aber wohl zu viele Skrupel. Zulegen werde ich mir zum Spaß so ein Heft aber mal – natürlich gibt es das als Merchandise-Artikel. Und, wer ein Problem mit mir hat, möge beten, dass das Heft nicht, siehe oben, funktioniert!

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